Das Europaparlament hat die Arbeit der Troika
kritisiert. Im Wirtschaftsausschuss stellten mehrere Fraktionen in
Frage, inwiefern das Gremium über die notwendige demokratische
Legitimität für die Entscheidungsgewalt verfüge. Die Troika, die aus
Vertretern der Europäischen Zentralbank (EZB), der EU-Kommission und der
Internationale Währungsfonds (IWF) besteht, entscheidet über die
Auflagen für europäische Krisenstaaten, wenn diese Kredite beantragen.
Mehrere Abgeordnete werfen der Troika vor, durch
strikte Sparauflagen die Euro-Krisenländer weiter in die Rezession
getrieben zu haben. Die Arbeit des Gremiums sei nicht transparent, eine
Kontrolle durch das Europaparlament bestehe nicht, kritisierte der
österreichische Christdemokrat Othmar Karas. "Wer trifft in der Troika
Entscheidungen und auf welcher Grundlage?", fragte Karas.

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